Community-Spotlight – Jaidas moderne Heimkreationen

17.10.2019

Jaida nutzt den Wohn-Editor von ESO, um alle möglichen modernen Dinge und Szenerien zu entwerfen. Schaut euch in unserem neuesten Community-Spotlight ihre fantastischen Kreationen und deren Entstehungsprozess an!


Viele Spieler nutzen den Wohn-Editor, um kunstvolle Festungen oder Gildenhallen zu erstellen, doch du schaffst ganz moderne Gegenstände und Orte. Was hat dich inspiriert, die moderne Welt in Tamriel einfließen zu lassen?

Ich kann gar nicht so direkt sagen, dass ich den modernen Weg einschlagen wollte. Das erste Heim, das ich fertiggestellt hatte, war eine klassische Bibliothek, die sich perfekt in die Welt von Tamriel einfügte. Während meines zweiten Projekts stolperte ich dann sozusagen zufällig in zeitgenössische Designs. Ich entschied mich, ein Arbeitszimmer einzurichten. Jeder Abenteurer, der etwas auf sich hält, hat doch ein Arbeitszimmer, in dem er seine nächste Quest plant, oder? Also spielte ich mit einigen Ideen herum und hatte so einen Monolog im Kopf: „Ein klassisches Kartenzimmer, mit einem Globus und Büchern! Hmm … mehr Bücher … wie eine Bibliothek? Nee, ich kann doch nicht noch eine Bibliothek machen. Was findet man denn noch so in einem Büro? Computer, Aktenschränke. Oh hey, das könnte lustig werden!“ Von dem Moment an war ich fasziniert davon, moderne Gegenstände in ESO einzuarbeiten.

Ich liebe die Herausforderung, vorhandene Einrichtung in etwas komplett anderes zu verwandeln. Das ist eines der Dinge, die mir am Wohnsystem in ESO am meisten Spaß machen: die Freiheit, etwas da hinzustellen, wo du es haben willst, egal wo und wie – selbst wenn es zur Hälfte einen anderen Gegenstand überschneidet, damit es zu etwas Tollem und Neuen wird.

Erzähle uns etwas darüber, wie du zu The Elder Scrolls Online gekommen bist. Welcher ist dein Lieblingscharakter?

ESO habe ich vor einigen Jahren das erste Mal auf Konsole gespielt. Wir hatten eine Menge Spaß, aber ich habe es nie so richtig ins Endgame geschafft (ja, das Heimsystem ist das wahre Endgame). Ich erinnere mich noch sehr lebhaft daran, dass mein Charakter immer wieder umkippte und mein Freund es urkomisch fand, dass ich nicht verstand, weshalb. Ich hatte ernsthaft nicht mitbekommen, dass es daran lag, dass ich durch Fallen lief, bis ich mehr als ein Jahr später wieder zum Spiel zurückkehrte, doch diesmal am PC. Der Knilch hat's mir aber auch nie gesagt! Ja, dich meine ich, Valtiel!

Einen Lieblingscharakter zu nennen, ist gar nicht so einfach, weil ich so viele habe. Sie haben alle denselben Nachnamen, aber jeder hat einen eigenen Stil und Zweck. Meine beiden liebsten wären wohl meine Nachtklinge und meine Templerin. Die Nachtklinge spiele ich vor allem fürs Stehlen und Meucheln. Meine Besessenheit, was das Abstechen ahnungsloser Edelleute angeht, ist vielleicht nicht ganz gesund. Nach einem anstrengenden Tag macht doch nichts so sehr Laune, wie eine nette Mordserie.

Der Templer ist meine Lieblingsklasse; mein Hauptcharakter ist deshalb auch eine Magicka-Templerin namens Jaida. Sie ist bei mir fürs PvE zuständig und kann zwischen Schaden im Solospiel und Heiler für Gruppeninhalte wechseln. Mit ihr habe ich zum ersten Mal die Mahlstrom-Arena im Veteranenmodus geschafft und sie spiele ich auch die meiste Zeit. Aber ich habe natürlich auch einen Dekorateur, der meine gerade nicht genutzten Einrichtungsgegenstände verwaltet und zum Einsatz kommt, wenn ich Heime bastele!

Jaidas entspanntes Arbeitszimmer

Du hast Herdplatten, Badezimmer und Bars in deine Heime gebaut. Wonach entscheidest du, was du als Nächstes baust?

Meistens fällt mir zuerst ein Gesamtkonzept ein und dann folgen spezifische Einrichtungsentwürfe. Ich wusste zum Beispiel, dass ich ein Sushi-Restaurant machen wollte. Die meisten von denen haben offene Küchen. Und alle Küchen verfügen über Spülbecken und Herd – damit stand fest, dass es diese würde geben müssen.

Ich würde sagen, der Vorteil daran, moderne Situationen zu bauen, liegt darin, dass man von überall her Inspiration bekommt. Im Alltag habe ich so viele Ideen. Weshalb ich mich entschieden habe, ein Badezimmer zu entwerfen, verrate ich aber nicht. Manchmal sehe ich einen Gegenstand und sehe einfach sofort, was er noch sein könnte.

In dem Augenblick, in dem ich den Einrichtungsgegenstand „dunkelelfisches Polster, Körper“ sah, wollte ich zwei davon zusammendrücken und von einem Strick herunterbaumeln lassen, sodass sie einen Boxsack ergeben. Und das führte zu der Entscheidung, ein Fitnessstudio zu entwerfen – man muss ja in Form bleiben, um diesen Drachen etwas entgegensetzen zu können! Bis jetzt hatte ich noch keine Zeit dazu, aber ein Fitnessstudio steht auf jeden Fall auf meiner „Muss ich noch bauen“-Liste.

Von Zeit zu Zeit spiele ich auch mit irgendeinem Einrichtungsteil herum, um etwas Bestimmtes zu erhalten, und dann habe ich einen Einfall für etwas ganz anderes. Diese Ideen schreibe ich mir natürlich auf, und sobald ein Konzept solide genug ist, lege ich mit der Umsetzung los.

Wie gehst du vor, wenn du einen neuen Gegenstand oder eine neue Szenerie planst und umsetzt? Wie lang dauert es dann normalerweise, bis es fertig ist?

Wie gesagt, für gewöhnlich habe ich ein grobes Konzept im Kopf und kaufe dann ein Heim, das dafür passt. (Ich glaube, in dem Punkt läuft es genau andersherum als bei den meisten Leuten, die sich zuerst den Ort aussuchen und dann entscheiden, was sie daraus machen.)

Ich nutze die Vorschau und wähle dann das aus, in dem ich mir meine Vision am besten vorstellen kann. Gleich am Anfang muss ich auch in Betracht ziehen, wie viele Gegenstände in das Heim hineinpassen. Wenn ich es für eine komplizierte oder große Struktur halte, entscheide ich mich für ein größeres Heim. Sobald die Entscheidung gefallen ist, beginne ich mit der Struktur selbst. Die ursprünglichen Wände, Böden und Decken behalte ich nur sehr selten bei, also fange ich an, den Raum zu schaffen, den ich dann nutzen werde. Meiner Meinung nach hilft das sehr, das jeweilige Thema zu entwickeln. Dann geht es an die Anordnung. Davon habe ich dann meist schon eine gewisse Vorstellung, wenn ich mich für das Heim entscheide. Wenn Anordnung und Struktur grob stehen, beginnt der Spaß: die einzelnen Elemente! Zu dem Zeitpunkt weiß ich dann höchstwahrscheinlich schon, welche Einrichtung ich verwirklichen möchte, und ich muss nur noch mit Kombinationen herumspielen, bis sie meinen Zweck erfüllen.

In diesem Stadium kann sich alles noch ein bisschen ändern. Ich passe den Raum und die Anordnung an, um die Einrichtungsgegenstände unterbringen zu können, und dann passe ich immer weiter an, bis ich an die maximale Anzahl an Gegenständen stoße. Sobald ich wirklich mit dem Bauen loslege, brauche ich für ein Projekt so eine bis zwei Wochen bis zur Fertigstellung. Dann hänge ich mich halt auch richtig rein, damit es nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Allerdings können auch Monate von der ursprünglichen Idee bis zu dem Zeitpunkt vergehen, an dem ich mich bereit fühle, mit der Umsetzung zu beginnen.

Ein modernes Badezimmer

Wie bekommst du all die Einrichtungsgegenstände zusammen, die du benötigst, um diese aufwendigen Konstruktionen zu realisieren?

Handwerk! Den Großteil der Einrichtung, die ich verwende, stelle ich mit meinem Handwerker her. Ich hatte ja erwähnt, dass ich zu viele Charaktere habe, oder? Dann farme ich mir die ganzen Materialien zusammen, die ich brauche, oder bekomme sie von Freunden geschenkt. Ich habe ein paar verrückte Freunde, die vielleicht noch nerdiger in Sachen Housing sind als ich. Die sind extrem großzügig und helfen mir mit allem aus, was ich brauche. (Danke, Happy, du rockst!)

Außerdem habe ich das Glück, in ein paar wundervollen Gilden zu sein, die gern Baupläne teilen und bereitwillig gegenseitig Gegenstände füreinander herstellen. Elara Northwind und ihre Community will ich da hervorheben, das ist eine ganz tolle Bande. Elara unterstützt ganz wunderbar kleinere Handwerker, und in der Gilde sind einige sehr talentierte Dekorateure versammelt.

Ein Laptop und ein Computer, von denen selbst Sotha Sil begeistert wäre!

Um diese einzigartigen Objekte herzustellen, musst du auch kreativ mit deinen Ressourcen umgehen. Was ist das bisher Schrägste, was du mit einem Einrichtungsgegenstand angestellt hast, um etwas zu realisieren?

Das ist eine knifflige Frage, da ich schon einige merkwürdige Sachen eingearbeitet habe! Ich glaube, die Sushi-Röllchen haben die Leute am meisten verblüfft. Sie bestehen aus den Einrichtungsgegenständen „Trübmoor-Wandteppich, Xanmeer“ und „grobe Rute, Angeln“. Mein persönlicher Liebling ist die Kartoffel, die ich als Maus verwendete, als ich einen Computer bastelte. Da geistern mir viele PC-Kartoffel-Witze durch den Kopf.

Was mich am meisten gefreut hat, war vielleicht das Podest der Eisskulpturen als Wasser im Badezimmer. Die eignen sich großartig für eine Badewanne voller Wasser und verbergen ein paar kleinere Sünden!

Welches große Ding planst du als Nächstes?

Ich habe eine ganze Liste an Projekten, die ich verwirklichen möchte – und die wird immer länger. Ich glaube nicht, dass ich die je alle fertig bekomme. Ehrlich gesagt habe ich ein Weilchen nicht gespielt, da es im echten Leben spannende Dinge gab. Und damit wird auch meine nächste Kreation zu tun haben. Aber bis das enthüllt wird, müsst ihr noch etwas warten!

 

Ein ganz großes Dankeschön an Jaida, dass sie uns an ihrer Arbeit und ihrer Geschichte hat teilhaben lassen! Wenn ihr mehr von ihren Kunstwerken sehen möchtet, schaut auf ihrem YouTube-Kanal vorbei. Vergesst nicht: Falls ihr etwas kreiert oder hergestellt habt, das mit ESO zu tun hat und von dem ihr glaubt, dass der Rest der Community es mögen würde, erzählt uns davon auf Twitter unter @TESOnline_DEInstagram oder Facebook.

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