Community Spotlight—Rollenspiel in ESO!

30.01.2020

Erfahrt mehr darüber, wie einige der Veteranen des Spiels ihre ganz eigenen und einzigartigen Erlebnisse schaffen, indem wir tiefer in das Rollenspiel in „The Elder Scrolls Online“ eintauchen!

Um etwas mehr darüber schreiben zu können, wie Rollenspiel in ESO funktioniert, haben wir mit zwei Community-Lieblingen gesprochen: Tea the Khajiit und Rykoth!


Stellt euch erst mal selbst vor! Wie lang spielt und rollenspielt ihr schon in The Elder Scrolls Online?

Rykoth: Hallo, ich bin in ESO rollenspielmäßig unterwegs, seit ich es spiele … ganz von Anfang an! Ich bin schon lange „Elder Scrolls“-Fan insgesamt, also ging es für mich auch nicht darum, einfach nur irgendein neues MMORPG zu finden. „The Elder Scrolls“ hat mich extrem stark dabei beeinflusst, wie ich mich als Spieler entwickelt habe und dass ich mich vorher vor allem für Science-Fiction interessiert habe und nun weitaus mehr für Fantasy.

Tea: Hallo, manche kennen mich vielleicht als Tea the Khajiit auf Twitch, aber schon lange bevor ich mit dem Streamen begonnen habe, war ich in Rollenspielkreisen von ESO als Ki'tea bekannt. Ich habe viele Betawochenenden damit verbracht, meinen Charakter neu zu erstellen, damit sie genau so aussah, wie ich es wollte. Ich habe dann schließlich etwa einen Monat nach Veröffentlichung mit dem Rollenspiel angefangen, nachdem sich alle langsam einfinden und einige Stufen aufsteigen konnten.

 

Habt ihr einen Lieblingscharakter für das Rollenspiel? Erzählt uns über sie!

Rykoth: Einen Lieblingscharakter beim Rollenspiel zu wählen, ist wie ein Lieblingshaustier oder ein Lieblingskind zu benennen. Im Augenblick macht mir mein aktueller Hauptcharakter (Ausdauer-Drachenritter) am meisten Spaß. Er ist ein Orsimer-Berserker und ein ehemaliger Söldner, der zum Häuptling wurde: Gorthal Schwarzschmiede. Seine ganze Geschichte dreht sich darum, dass er in den Bergen von Druadach geboren wurde, aber seine Heimatfestung verließ, weil sein älterer Bruder Häuptling wurde. Er wurde zu einem Söldner, bis er schließlich einem Orkklan in Wrothgar beistand und dann eben in jenem Klan zum Häuptling aufstieg.

Tea: Ich packe meine ganze Energie in einen Charakter, der mir einfach am Herzen liegt: Ki'tea. Sie ist eine ehemalige Sklavin, die sich die Freiheit verdient hat und dann damit begann, dem Tribunalstempel freiwillig zu dienen, indem sie sauber macht und Gästen Getränke bringt. Sie schaffte es dann, ihren großen Traum umzusetzen und einem der großen Häuser der Dunmer beizutreten, indem sie den Telvanni-Eid ablegte. Tea hängt nicht wirklich an ihren khajiitischen Wurzeln, aber sie hat sich von ihren magischen Forschungen ins südliche Elsweyr verschlagen lassen.

 

Welche Arten von Spielsystemen oder Werkzeugen nutzt ihr für das Rollenspiel in ESO?

Rykoth: Das ist eine knifflige Frage. Quests und Dinge wie Klassenmechaniken kommen beim Rollenspiel nicht wirklich zum Tragen. Ich mag die Quests als Entseelter bestreiten, aber mein Charakter ist dennoch einfach nur ein einfacher Bauer, der sich irgendwo in Ivarstatt herumtreibt. Wir nutzen die offene Welt für das Rollenspiel, dazu Chatbefehle wie „/emote“ und „/say“ oder passende Aktionen. Wir denken uns auch richtig coole Monturen für die Persönlichkeiten unserer Charaktere aus. Und wenn es um wirklich wichtige Abenteuer geht, dann nehmen wir eines der vielen Spielerheime und bauen es in etwas richtig Cooles oder Besonderes um.

Tea: Unser nützlichstes Werkzeug ist wohl das Chatfenster. Den ganz normalen Chat nutzen wir mit „/say“ für Charakterdialoge. Wenn wir etwas ausschmücken wollen, nutzen wir „/emote“, um Handlungen zu beschreiben. Beim Rollenspiel nutzen wir beide Kanäle strikt in der jeweiligen Rolle. Wenn es wirklich sein muss, kann man natürlich anderen Spielern etwas sagen, indem wir das in runde Klammern setzen. Gilden- und Gruppenchat sind üblicherweise auch nicht im Charakter. Heime dienen als Rollenspieltreffpunkte, denn sie sind einfach wie geschaffen, um eigene Bereiche für Ereignisse zu erstellen.

Mit Erweiterungen kann man einige wirklich tolle Szenen inklusive beweglicher Teile inszenieren. Ein weiteres Spielsystem, das wir nutzen, sind die Sprechblasen. Bei größeren Gruppen war es immer etwas schwer, im Blick zu behalten, was genau passiert, aber mit Sprechblasen ist es ganz einfach, zu erkennen, wann die Person, mit der man sich gerade unterhält, antwortet. Außerdem kann man sie gut anpassen.

 Wie sieht eine typische Rollenspielrunde in ESO aus? Wie bereitet ihr euch darauf vor?

Rykoth: Es gibt verschiedene Arten von Rollenspiel, von zufälligen Interaktionen in der offenen Welt, geplanten Szenarien, lockeren Rollenspielnächten bis zu innigen Treffen zwischen einzelnen Charakteren und so weiter. Die Vorbereitungen hängen wirklich davon ab, um was für eine Art es sich dabei handelt, aber ich persönlich höre mir gern irgendwas an, damit ich mich in meinen Charakter einfühlen kann.

Tea: Man sollte sicherstellen, dass man sich die Zeit für das eigentliche Rollenspiel nehmen kann! Es dauert immer etwas, einzelne Antworten zu schreiben und man möchte dann nicht mittendrin weg in die Küche müssen, um da etwas zu kochen, wenn die Geschichte gerade richtig gut wird. Falls ihr nach allgemeinen Rollenspielgelegenheiten sucht oder ihr ohne große Verpflichtungen einfach mal die Zehen ins Wasser stecken wollt, dann sucht einfach eines der vielen Rollenspielevents der Community auf. In der Regel ist da immer genug los, damit ihr einfach so mitmischen oder auch wieder gehen könnt, ohne dass das zu viele Auswirkungen hat. Für diejenigen, die gern eigene Events veranstalten wollen, würde ich vorschlagen, dass man etwa 1,5 Stunden einplant und sich bei 2 Stunden ein absolutes Limit setzt. Ihr müsst auch die Zeit eurer Mitspieler respektieren.

 

Welche Tipps habt ihr für Rollenspielneulinge in ESO, die es vielleicht mal ausprobieren möchten?

Rykoth: Lasst alle Vorurteile und dergleichen fallen. Rollenspiel wurde schon oft von vielen als Witz betrachtet, gerade wenn sie nicht wissen oder verstehen, was wir tun. So wie es auch verschiedene „Abstufungen“ von PvE oder PvP gibt, sollte man das auch beim Rollenspiel sehen. Ich kann natürlich nicht für alle von uns sprechen, aber ich kann sagen, dass die meisten von uns begrüßen würden, wenn es mehr Leute einfach probieren, ohne vorschnell darüber zu urteilen.

Springt einfach mal ins tiefe Ende des Beckens. Habt keine Angst vor Fehlern und dreht ein paar Runden. Geht nicht davon aus, dass ihr alles über die Welt wissen müsst, um einen glaubhaften Charakter spielen zu können … niemand kann alles wissen, und wenn sie es dennoch behaupten, sind sie vermutlich irgendein Scherge von Sheogorath, der einen überlisten will!

Tea: Brütet nicht zu lange über der Hintergrundgeschichte eures Charakters. Denkt an ein Buch, bei dem sich die Geschichte des Hauptcharakters schon abgespielt hat, bevor die Handlung des Buchs überhaupt beginnt. Sicherlich kann es interessant sein, nebenbei davon zu erfahren, aber würdet ihr nicht lieber gleich die gesamte Geschichte lesen? Alles, was ihr wirklich braucht, ist nur eine grobe Idee von der Persönlichkeit eures Charakters. Der Rest des Spaßes ist es dann eben, die Hintergründe unterwegs herauszufinden. Zögert nie, andere wissen zu lassen, dass ihr neu beim Rollenspiel seid. Wir heißen Neueinsteiger immer willkommen und können euch weitere Hilfe bieten, wenn wir wissen, dass ihr diese brauchen könnt und auch wollt!

 Welche Art von Rollenspielressourcen außerhalb des Spiels genießt ihr sonst noch?

Rykoth: ESO-RP und der Discord-Server von ESO-RP sind meine zwei großen Quellen. Viele von uns hängen in den Foren ab (wo wir auch unsere Charaktergeschichten niederschreiben, über Ideen sprechen usw.) und natürlich ist da auch Discord, was ähnliche Dinge bietet, aber eben in Echtzeit. UESP ist definitiv meine direkte Quelle, wenn ich irgendwas aus der Welt nachlesen möchte, über das mein Charakter etwas wissen sollte, oder wenn ich irgendeinen Schnipsel in einer bestimmten Sprache brauche usw. Viele der Quellen, die ich nutze, sind nicht so sehr auf Rollenspiel ausgelegt, sondern auf die Welt und deren Hintergründe allgemein.

Tea: Die The Elder Scrolls Online Roleplay Community-Website bei ESO-RP! Dort gibt es auch einen Abschnitt mit verschiedenen Discords rund um organisiertes Rollenspiel. Eine wichtige Quelle für die „Fashion Scrolls“-Fanatiker unter den Veteranen ist definitiv ESO Fashion, wodurch es ganz einfach wird, diverse Stilelemente oder Einrichtungsgegenstände zu finden.

Und zu Erweiterungen: “pChat” archiviert Chattexte für euch; beliebige Erweiterungen, um das Chatfenster frei zu vergrößern sind auch wichtig; und dann noch die Erweiterung „No, Thank you“, die ungewollte Animationen eures Charakters vermeidet, während ihr euch durch Menüs hangelt.

 

Was macht für euch die Rollenspiel-Community von ESO so besonders?

Rykoth: Die „Elder Scrolls“-Community hat für mich allgemein etwas, das sie weit über andere Communities, deren Teil ich war, stellt. Sie ist definitiv nicht perfekt. Alle haben andere Ideen davon, was gutes Rollenspiel ausmacht, und so wie auch manchmal PvE- oder PvP-Gruppen ihre Argumentationen, Meinungsverschiedenheiten und Debatten haben, geht es eben auch Rollenspielern. Was die Sache hier aber so besonders macht, ist, wie miteinander verwoben sich alles anfühlt. Wir hatten vor vier Jahren Events, die heute noch im Rollenspiel Erwähnung finden, selbst von Spielern, die damals überhaupt nicht dabei waren.

Tea: Seit Jahren ist es für die „Elder Scrolls“-Reihe ganz normal, dass man seinen Charakter benennt, sich etwas Hintergrundgeschichte ausdenkt und dann in der Spielwelt Rollenspielentscheidungen bei Quests oder verschiedenen Taten trifft. ESO gab uns eine gewaltige Leinwand, um gemeinsam Geschichten in ganz Tamriel zu erzählen und wir waren endlich in der Lage, mit unseren Charakteren gemeinsam zusammenzuleben.

Erzählt uns etwas über eure liebsten Erinnerungen aus der Rollenspiel-Community von ESO.

Rykoth: Ich denke, mein liebster Augenblick war, als ich mit meinem Nord spielte. Ich hatte gerade eine längere Pause beendet und wollte etwas anderes. Ich schloss mich einer Gilde an (Gruß an „Hammer of Atmora“) und mein nordischer Skalde verwickelte sich irgendwie in etwas Ebenherz-Politik. Verhandlungen, erbitterte Debatten zwischen Nord und Dunkelelfen, und am Ende eine Gruppenaufgabe bei einem coolen Szenario, in dem wir Bruma in Cyrodiil einnahmen und dabei die ganze Zeit im Rollenspiel blieben. Von da an wusste ich wirklich, dass die Rollenspiel-Community in ESO die mir liebste war.

Tea: Rollenspiel in Cyrodiil ist der absolute Wahnsinn, weil wir uns im Chat nicht direkt mit dem Feind unterhalten können. Es ist mehr, als spielt man eine Action-Szene durch. Es war außerdem toll, Teil von etwas zu sein, das alle Ecken der Rollenspiel-Community beeinflusste. Ein Event war da die Schlacht um Bruma, bei der es ursprünglich um einige Gilden aus dem Dolchsturz-Bündnis und dem Ebenherz-Pakt ging. Eine Rollenspielgilde aus dem Aldmeri-Dominion tauchte überraschend auf (sie hatten sich in ihren Rollen Informationen über den Plan beschafft) und änderte die gesamte Dynamik deutlich.


Ein großes Dankeschön sowohl an Rykoth als auch Tea dafür, dass sie uns ein bisschen an ihrer Liebe für das Rollenspiel in ESO teilhaben lassen. Falls ihr darüber nachdenkt, es auch einmal mit dem Rollenspiel zu versuchen, hoffen wir, dass euch dieses neueste Spotlight genügend Anreize gegeben habt, um endlich ins kalte Wasser zu springen und eure eigenen Abenteuer in Tamriel zu schaffen! Falls ihr in The Elder Scrolls Online gerne Rollenspiel betreibt, erzählt uns doch mehr über eure Charaktere und Abenteuer, über Twitter unter @TESOnline_DEInstagram oder Facebook!

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