Wir stellen vor: Arana

21.10.2020

Die Hexen des Reik sind zu gleichen Teilen mächtig und angsteinflößend – für Monster und Nord gleichermaßen! Erfahrt mehr über die Monster jagende Rebellin Arana in dieser Charaktervorstellung zu „Markarth“! 

 

Aus der Korrespondenz von Jano Vestalis, kaiserlicher Kartograf

Trotz der ausdrücklichen Duldung durch den Despoten bleiben Reisen jenseits der Mauern von Markarth ein gefährliches Unterfangen. Wilde Bestien und noch wildere Reikmannen lauern in jeder Höhle und in jedem Wäldchen, wo sie nach Blut und Gemetzel trachten. Leider erfordert die Tätigkeit eines Kartografen regelmäßige Exkursionen. Standfeste Wachen sind Pflicht, aber ein gebietskundiger Führer ist nicht weniger wichtig. Selbst jetzt, nach über einem Jahr im Reik, stellt die Klanpolitik für mich noch immer ein Mysterium dar. Ohne genaueres Wissen über die örtlichen Begebenheiten kann ein nervöses Aufeinandertreffen schnell tödlich enden.

Erst vor wenigen Wochen verzeichnete ich mit meiner Seilschaft die Hügel südöstlich der Stadt. Eine meiner Wachen bemerkte einen Reikmannen, der uns von der anderen Seite eines flachen Hohlwegs beobachtete. Binnen weniger Augenblicke tauchten immer mehr heimliche Beobachter auf, einer, vier, zwölf. Schließlich begann das Jaulen, gefolgt vom Schlagen von Elchhauttrommeln. Meine Eskorte zog ihre Waffen und stellte sich Rücken an Rücken – eine Geste, die noch lautere Rufe und noch eiligeres Trommeln zur Folge hatte. Als die Reikmannen näher herankamen, war ich mir zunehmend sicher, dass dies mein baldiges Ende bedeuten würde. Aber dann hörte alles abrupt auf. Aus hektischer Kakophonie wurde ein Flüstern, als eine Frau zwischen einer Handvoll hünenhafter Barbaren erschien.

Sie war groß, bemalt und von Kopf bis Fuß in Federn, Felle und Knochen gehüllt. Trotz ihres wilden Erscheinungsbilds bewegte sie sich mit einer souveränen Eleganz, völlig unbeeindruckt von meiner Schwerter führenden Gesellschaft. Mein Führer eilte nach vorn und verbeugte sich – eine Geste der Anerkennung, die ich von ihm noch nie zuvor gesehen hatte. Die beiden tauschten einige Worte in der Sprache des Reik und deuteten dabei immer wieder auf mich und meinesgleichen. Am Ende legte die Frau ihre Hand auf den Kopf meines Führers und näherte sich.

Sie stand da und starrte eine ganze Weile auf uns, bevor sie endlich sprach: „Zeigt mir Eure Zähne.“ Ich zögerte keinen Augenblick, öffnete meinen Mund, so weit es ging, und neigte mich nach vorn, um ihr freie Sicht zu gewähren. Viele meiner Wachen taten es mir mit mehr oder weniger Enthusiasmus gleich. Einer weigerte sich leider – ein stolzer Nord mit Namen Harulf. Einer der Krieger der Frau trat nach vorn und brüllte: „Arana sagt, öffne deinen Mund, Stinker!“ Der Nord weigerte sich dennoch. Als der reikmannische Krieger sein Knochenschwert zückte, hob die Frau – Arana – ihre Hand und brachte ihn zum Schweigen. Sie machte eine Geste, um uns fortzuschicken und wir waren übereifrig dabei, dem Folge zu leisten, während Harulf sich der Reikhexe allein stellen sollte.

Als sie sich näherte, begann sie damit, etwas in einer Sprache zu murmeln, das niemand von uns verstand. Sie rasselte mit einem Beutel voller Knochen in ihrer Hand, während sie sich unserem nordischen Gefährten immer weiter näherte. Während ihr Murmeln lauter wurde, bemerkte ich, wie sich sein Gesicht langsam entstellte. Seine Lippen kräuselten sich und seine Augen weiteten sich in Schrecken. Plötzlich sprang sein Mund weit auf. Arana blickte hinein, grinste und löste ihren mysteriösen Griff von ihm.

„Danke für den kleinen Einblick“, sagte sie. Trotz der grausigen Szene, derer wir Zeugen wurden, kam ich nicht umhin, die Ehrfurcht der Reikmannen zu teilen. Ungeachtet ihrer Erscheinung überraschte sie mich mit ihrer völligen Unvoreingenommenheit. Eine Hexe, ganz sicher, und dazu noch eine mächtige. Aber in ihren Augen sah ich eine Art lebhafter Weisheit – die Art von Stärke, die man bei altgedienten Helden vorfindet, die Widersachern begegnet sind und sie überwunden haben, von denen wir kaum zu träumen wagen.

Während sie in ihre Reihen zurückkehrte, gab sie eine letzte Mahnung: „Vampire und Werwölfe durchstreifen diese Hügel.“ Sie wandte ihren Blick zu uns und ihr Gesicht verhärtete sich. „Aber nicht mehr lange.“ Damit entschwanden Arana und die Reikmannen in die Wildnis, wie Phantome – sie verschwanden so schnell, wie sie erschienen waren.

„Wer war das?“, fragte ich.

„Arana, Anführerin der Hexenrebellen“, erklärte mein Führer.

Das war genug Inspiration für mich. Noch am nächsten Tag verließ ich das Reik.

Falls Ihr Euch entscheidet, im Reik zu bleiben, solltet Ihr um die Wildnis einen großen Bogen machen. Wenn es wirklich Vampire und Werwölfe in diesen Hügeln gibt, dann – so glaube ich – werden ihnen Arana und ihre Jäger einen angemessenen Krieg liefern. Und nur wenige bekriegen sich so wie die Hexen des Reik.


Eine finstere Armee erhebt sich aus den Tiefen, aber die Reikmannen verfügen über ihre ganz eigenen Verteidiger. Ihr könnt Arana und ihren Jagdtrupp treffen, wenn ihr das Reik erkundet, aber seid ihr auch gewillt, euch mit der Hexenrebellin selbst zu verbünden? Lasst es uns wissen, über TwitterInstagram oder Facebook!

Das Epos „Das Schwarze Herz von Skyrim“ endet mit der DLC-Spielerweiterung „Markarth“, die am 2. November für PC/Mac und Stadia* und am 10. November für Xbox One und PlayStation®4 erscheint.

*Nur in bestimmten Regionen verfügbar.

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