Community-Spotlight – Triinus „hausgemachter“ 2D-Platformer  

27.04.2021

Triinu hat eine ganze Reihe klassischer 2D-Plattformer-Level mit dem Wohn-Editor nachgebaut und so quasi ein Spiel im Spiel geschaffen. Werft in unserem neuesten Community-Spotlight einen Blick auf dieses beeindruckende Werk und wie sie es geschaffen hat!


Die Housing-Community von ESO ist ein ganz einzigartiger Teil der #ESOFam. Wie fandest du überhaupt zu ESO und wann hast du angefangen, dich ins System für Heime richtig einzuarbeiten?

Ich mochte keine Onlinespiele, aber ich mochte schon immer die „Elder Scrolls“-Reihe. Als ein Freund, der ESO auf der Xbox besaß, meinte, ich könnte das einfach wie ein Einzelspielerspiel erleben, gab ich dem Spiel eine Chance. Seitdem sind fast sechs Jahre vergangen und ich mache nun auch beim Online-Part des Spiels mit! Ich begann mit meinem ersten kostenlosen Gasthauszimmer. Danach sparte ich all mein Gold für mein erstes größeres Haus, um es einrichten zu können. Und danach habe ich einen Großteil meines Golds immer wieder in Heime gesteckt.

Was hat dich dazu angeregt, einen Plattformer als dein neuestes Projekt zu beginnen?

Zuvor erstellte ich viele Event-Heime mit Rätseln, Irrgärten, Schlammballarenen und mehr für meine Gilde Guarmageddon. Nach einem Besuch eines Freunds meinte dieser, er hätte gern einen Dungeon-Crawler. Ich legte los und man sollte die Sache aus der Egoperspektive bewältigen, aber ich verlor die Geduld und irgendwie kam mir die Idee eines 2D-Plattformers, während ich das bereits Erbaute auseinandernahm. Als ich mich dann daran machte, kam immer wieder ein gewisses Old-Schoold-Prince-of-Persia-Feeling auf, was zu meiner Hauptinspiration wurde.


Wie lange hast du für Entwurf und Planung gebraucht?

Ich plane kaum bei meinen Schöpfungen! Ich habe einfach eine Idee und fange an, dann entwickelt es sich in der Regel nach und nach. Ich baue an einer Stelle und mache dann anderswo weiter, dann wieder zurück. Ich entferne Dinge, füge neue hinzu, es ist alles recht chaotisch, funktioniert aber für mich!

Wie lief die Erstellung hier ab? Wie viel Zeit hast du gebraucht?

Ich begann das Verlies unten, wo ihr wie in jedem guten Abenteuerspiel aus eurer Zelle entkommen müsst. Dann baute ich den Grundriss des Schlosses mit allen Räumen grob auf und begann mir auszudenken, was sich darin befinden könnte und wohin die beweglichen Mauern und ihre Schalter müssen.

Das gesamte Bauwerk kostete mich etwa zwei bis drei Tage. Wenn ich eine spaßige Idee hab, kann ich ein Heim recht schnell fertigstellen.


Hast du irgendwelche neuen Möglichkeiten für bestehende Einrichtung entdeckt?

Ich würde nicht sagen, dass ich neue Möglichkeiten gefunden habe, aber ich habe sie eben so genutzt, wie sie für mich gepasst haben. Beispielsweise gibt es vier Monstertrophäen in einem Raum, aber eine ist umgedreht. Wenn der Spieler das bemerkt und korrigiert, erscheint oberhalb eine Plattform und öffnet einen neuen Pfad.

Oder sobald sich das Labor öffnet, blockiert ein gefährliches Monster (Übungspuppe) den Pfad und ihr müsst an ihr vorbeikommen. Weiter unten finden Spieler eine Spieluhr, die sie aktivieren können, um die Bestie abzulenken und somit zu passieren.

Ich gehöre zu denen, die denken, dass das, was sie machen, langweilig ist. Aber den Guars (so nennen wir uns gegenseitig in unserer Gilde) hat es Spaß gemacht und es gab reichlich Komplimente.

Alle haben es bis zum Ende durchgespielt und auch wenn einige fast eine Stunde dafür brauchten, hatten sie dennoch ihren Spaß daran. Ich war sehr glücklich über die ganzen positiven Rückmeldungen, die ich bekommen habe.


Hast du irgendwelche Tipps für diejenigen, die vielleicht etwas ähnliches entwerfen möchten?

Die Kameraeinstellungen können wichtig sein. Ich musste Besuchern sagen, sie müssten ihre Kameraeinstellungen ändern, damit sie auch ohne Maus interagieren könnten. Wie ihr in den Screenshots sehen könnt, habe ich einige Gegenstände an der äußeren Kante platziert, um den 3D-Effekt zu verstärken, indem ich hindurchgehende Charaktere teils oder manchmal ganz verdecke.

Ihr müsst zudem als eine Art Gamemaster (wie im klassischen Pen & Paper) agieren, indem ihr Plattformen und Türen selbst bewegt, damit Spieler weiterkommen, oder ihnen kleine Hinweise geben, beispielsweise „Ihr hört etwas über Euch." oder „Ihr habt das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben, und dreht Euch nochmal um.“.

Was steht als Nächstes an? Planst du aktuell größere neue Projekte?

Mir hat es richtig Spaß gemacht, das zu entwerfen. Ich arbeite gerade an einem ähnlichen Heim, aber mit einem Twist. Es wird wieder in 2D sein, aber jedes Mal, wenn jemand durch eine Tür geht, muss die Kamera um 90° gedreht werden. So besuchen Spieler denselben Raum mehrmals, aber sie sehen ihn immer aus einer anderen Perspektive und zuvor unsichtbare Pfade werden dadurch sichtbar.

Davon abgesehen arbeite ich an einem großen Abenteuer-Event für meine Gilde, das vier Heime umfassen wird. Sie müssen ihren Weg durch abstrakte Reiche finden, indem sie Portale benutzen, um bestimmte Gegenstände zu erlangen und so das Finale im letzten Heim freizuschalten.


Wo kann die #ESOFam deine neuesten Konstruktionen entdecken?

Ich bin auf Twitter nicht besonders aktiv, aber ich zeige dort ab und an Screenshots. Ihr erfahrt dort auch, wenn ich mit etwas neuem fertig bin, und ihr könnt meine Heime im Spiel auf dem europäischen PC-Megaserver unter @TriinuT besichtigen.

Meine Heime sind immer offen und falls ihr euch direkt am Eingang vor einer Mauer wiederfindet, dann arbeite ich gerade daran. Schaut euch dann das jeweilige Haus bitte einfach etwas später nochmal an, wenn ich fertig bin!

 

Danke für deine Zeit, uns an diesen fantastischen Schöpfungen und deiner Geschichte teilhaben zu lassen, Triinu! Wir können es kaum erwarten, welche Arten von Abenteuern du als Nächstes erschaffen wirst. Wie immer gilt: Falls ihr selbst etwas hergestellt habt oder euch etwas besonders gefallen hat, das irgendwie mit ESO zu tun hat, und ihr denkt, dass der Community das auch gefallen könnte, dann schreibt uns doch über TwitterInstagram oder Facebook!

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