Erschafft mit diesen fünf Entwickler-Tipps den perfekten daedrischen Schrein

14.05.2021

Zeigt eure Hingabe für den daedrischen Fürsten eurer Wahl mit diesen Tipps des Entwicklerteams von ESO rund um Umgebungsgestaltung und Wohn-Editor.

Den daedrischen Fürsten geweihte Schreine finden sich in allen dunklen Ecken Tamriels und dank des Wohnsystems in ESO könnt auch ihr eure Hingabe für einen der Fürsten in euren eigenen vier Wänden zeigen. Allerdings sind Daedra ein vielschichtiger und abwechslungsreicher Haufen, was die Errichtung eines neuen Schreins zu keiner leichten Aufgabe macht.

Um euch dabei zu helfen, einen Schrein zu bauen, der euren geschätzten Fürsten stolz machen würde, haben wir Level Designer Kimberly Mallas und Systems Designer Cullen Lee aus dem Entwicklerteam von ESO gebeten, euch einige Tipps rund um Umgebungsgestaltung und den Wohn-Editor zusammenzufassen!

Denkt früh über die Atmosphäre und den ersten Eindruck nach

Kimberly: Ich bin immer interessiert daran, festzulegen, welche Art von Atmosphäre in einer Umgebung wirken sollte. Es besteht ein großer Unterschied zwischen einer sonnigen Aue und einer nebelverhangenen Kaverne, also ist es ein guter Anfang, wenn man über Farben, Texturen, Licht und Bewohner nachdenkt. Es kann aber auch Spaß machen, etwas völlig Unerwartetes einzuführen, etwas Einzigartiges, das trotzdem funktioniert!

Cullen: Stimmt! Außerdem ist es wichtig, darüber nachzudenken, wie sich Gäste durch den Schrein bewegen werden. Was wird ihr erster Eindruck sein? Ist euer Schrein ihr Ziel oder bewegen sie sich durch diesen hindurch? Ihr könnt die von Kim erwähnten Elemente nutzen, um Besucher durch den Bereich zu lotsen und so sicherzustellen, dass sie euer Werk im bestmöglichen Licht betrachten können.

Licht und Schatten sind mächtige Werkzeuge

Nutzt die Umgebung, um eurer Szene den Rahmen zu geben

Cullen: Eine gute Frage für euch selbst ist: „Wie sollen sich die Leute hier fühlen?“ Spitze Formen und zerstörte Objekte könnten eher Angst hervorrufen, während sanfte Formen und Blumen eher für Gelassenheit stehen. Für einen Schrein von Sheogorath würdet ihr wohl eher eine Umgebung wollen, die unausgeglichen oder chaotisch wirkt. Bei Clavicus Vile wäre diese hingegen zunächst eher einladend, aber hätte dann vielleicht eher subtile gefährlich wirkende Elemente: „Zu gut, um wahr zu sein.“

Kimberly: Im Idealfall will man bei der Gestaltung einer Welt eine Umgebung, die Spieler sofort in die Handlung hineinzieht. Dunkelheit ist ideal, wenn man sich an Nocturnals Ebene anlehnen möchte, aber wenn wir keinen Einfluss auf die Umgebung haben, um eine dauerhafte Nacht zu beschwören, muss man eben nutzen, was man hat, um die Stimmung zu erzielen. Beispielsweise könntet ihr einen dunklen Innenbereich, eine Höhle oder einen schlecht ausgeleuchteten Raum wählen, etwas schweren Nebel hinzupacken, der an Immergrau erinnert, und dann noch einige Dekorelemente mit wechselnden Schattierungen von Blau und Violett. Packt noch ein paar geisterhafte Lichter dazu und schon kann man dazwischen in die Schatten eintauchen.

Erzählt eine Geschichte

Kimberly: Ein guter Ansatz, eine Geschichte zu erzählen, ist es, viele Fragen zu stellen und die Antworten dann visuell umzusetzen. Beispielsweise könnte ich ein Skelett im Spiel platzieren und möchte dann ohne Worte erzählen, wie diese Person ihr Ende gefunden hat. Was wollte dieses Individuum hier? Was führte zum Ableben? Kann ich das visuell irgendwie zeigen? Kleinigkeiten können hier viel bewirken, beispielsweise könnte man andeuten, dass dieser Abenteurer dem falschen daedrischen Fürsten vertraute.

Cullen: Ja! Ein guter Ausgangspunkt kann eine relativ offensichtliche Frage und deren Antwort sein, um jemanden richtig einzustimmen. Von da an lässt sich dann mit subtileren Verbindungen arbeiten. Gehen wir von Kims Beispiel aus, könnte man zuerst zwei Skelette nahe einer grausigen Küche zeigen: Eins liegt so, als wollte es mit einer Tasche mit Gift fliehen, das andere an einer nahen Wand lehnend mit einem Messer. Falls ihr den Betrachter dazu bringen könnt, zu erkennen, dass das erste Skelett ermordet wurde, dann könnt ihr diesen auch erkennen lassen, dass ihr eine Geschichte erzählen wollt und nicht nur einfach Skelette aufgestellt habt, damit es gruselig wird. Und später zeigt ihr dann, dass das Gifttäschchen verwendet wurde, um …

Nutzt thematische Elemente und bleibt fokussiert

Cullen: Bei Schreinen ist es wichtig, den Fokus des Schreins selbst zu bewahren und sicherzustellen, dass alles in der Szene diesen unterstützt, anstatt von ihm abzulenken. Falls ihr eine tolle Idee für etwas außerhalb habt, das thematisch dazu passt, gleichzeitig aber euren Schrein zu sehr in den Schatten stellen würde, dann versucht dies erst an einer späteren Stelle eures Besucherpfads einzubringen. Natürlich gibt es keine richtigen Regeln, wenn es um die Anbetung von Daedra geht, also lasst eurer Kreativität freien Lauf!

Kimberly: Ich behalte gern die thematischen Elemente einzelner daedrischer Fürsten im Kopf und versuche dann, diese Attribute, wenn möglich, mit einfließen zu lassen. Beispielsweise passen Feuer und Schwefel perfekt zu dunklen, scharfkantigen Einrichtungsgegenständen für Anbeter von Mehrunes Dagon, während sich dichte Ranken und Blattwerk zusammen mit wilden Tieren eher für das Gefolge von Hircine eignen.

Nutzt thematische Elemente, um den richtigen Eindruck zu vermitteln

Nutzt die erweiterten Möglichkeiten des Wohn-Editors

Cullen: Falls ihr einige unserer Neuerungen der letzten Jahre am Wohn-Editor noch nicht ausprobiert habt, ist es durchaus lohnend, wenn ihr ein paar Minuten damit verbringt und euch mit ihnen vertraut macht! Bei der Präzisionsbearbeitung könnt ihr einzelne Elemente ganz genau bewegen, aber sie eignet sich genauso gut, um sicherzustellen, dass rechte Winkel auch wirklich rechte Winkel sind. Ein Trick, den ich sehr häufig nutze: Ich platziere einige Teile als Leitstücke mit der Präzisionsbearbeitung und richte dann andere Einrichtungsstücke an diesen aus.

Habt ihr eine Gruppe von Einrichtungsstücken so aufgestellt, wie sie euch gefallen, solltet ihr euch überlegen, diese der Einfachheit wegen zu verbinden. Verbindet ihr kleinere Elemente mit einem größeren Element, könnt ihr weiterhin die einzelnen Elemente bearbeiten, aber ihr könnt auch die gesamte Gruppe auf einmal bewegen, indem ihr einfach das große Element bewegt.

Kimberly: Mein Lieblingselement am Präzisionsmodus des Wohn-Editors ist es, wenn ich ein falsch gedrehtes Objekt perfekt gerade ausrichten oder dieses einfach minimal versetzen kann. Auch wenn ich davon wohl eher absehen würde, wenn mein daedrischer Schrein zu Ehren von Sheogorath errichtet werden sollte. Alternativ würde ich dann lieber noch ein paar Käseradtürme in meinen Tempel voller Kraut und Rüben packen.

Teilt euren Schrein

Hoffentlich werden euch diese Tipps zur Umgebungsgestaltung und zum Wohn-Editor helfen, euren eigenen perfekten Schrein für den daedrischen Fürsten eurer Wahl zu errichten. Natürlich gibt es keinen richtigen oder falschen Weg, eure Hingabe zu zeigen, und falls ihr euch inspirieren habt lassen, einen neuen Schrein zu errichten, oder ihr schon immer einen Teil eures Heims einem der Herren des Reichs des Vergessens geweiht habt, dann möchten wir ihn sehen! Teilt mit uns eure Screenshots, Videos und Walkthroughs, über Twitter, Instagram oder Facebook, und wir teilen sie mit dem Rest der Community von ESO – also los!

Mehr erfahren