Community-Spotlight – Die Imperial Library

20.05.2021

Als eine der größten und respektiertesten „Elder Scrolls“-Community-Websites gilt die Imperial Library bereits seit mehr als 20 Jahren als Anlaufstelle für „Elder Scrolls“-Fans. Erfahrt in unserem neuesten Community-Spotlight mehr über diese fantastische von Fans verwaltete Ressource!

 

Für diejenigen, die noch nie von der Imperial Library gehört haben, was können „Elder Scrolls“-Fans von ihr erwarten?

Die Library enthält alle möglichen Informationen rund um die Hintergründe und das Lore von „Elder Scrolls“. Hierzu gehören Bücher und Dialoge aus dem Spiel, besondere Sammlungen, wie die Beschreibungen von Antiquitäten und Diebesgut, aber auch andere Materialien außerhalb des Spiels, wie Karten, Interviews, archivierte Webseiteninhalte und Entwickleraussagen. Wenn es nichts mit Attributswerten zu tun hat oder irgendein Walkthrough ist, stehen die Chancen gut, dass wir es haben.

 

Nachdem die Seite nun mehr als 20 Jahre besteht, erzählt uns doch etwas darüber, wie alles begann und zu dem geworden ist, was sie heute ist.

Die Imperial Library begann als Xanathar's Library damals 1998. Ursprünglich ging es um sowohl „Elder Scrolls“ als auch „Dragonlance“. Die Website wurde 2002 umbenannt und neu ausgerichtet, um sich exklusiv auf TES zu konzentrieren, und tut das seitdem. Mehr darüber könnt ihr in unserem Rückblick zum Zwanzigjährigen (Englisch) nachlesen.

Wie oft wird die Library gewartet und wie wird sie aktualisiert?

Große Aktualisierungen fallen mit Inhaltsveröffentlichungen von ESO oder besonderen „Elder Scrolls-Events“, beispielsweise das 15-Jährige von Oblivion, zusammen, aber wir bauen über das ganze Jahr hinweg auch kleinere Ergänzungen (z.B. Charaktervorstellungen oder Interviews mit Entwicklern) ein. Zudem aktualisieren wir Abschnitte, je nachdem, wie es unsere Zeit zulässt. Die Library basiert auf dem Drupal-Framework, was das ganz einfach macht. Wir müssen nur die Zeit dafür finden.

 

ESO ist ein umfangreiches, stets wachsendes Spiel. Ist es eine Herausforderung, mit jeder Veröffentlichung auf dem neuesten Stand zu bleiben?

Die kurze Antwort: Ja. Die lange Antwort: Jaaaaaa. 

 

Welche Art von Spielern besucht üblicherweise die Imperial Library?

Vor allem Rollenspieler oder solche, die gern mehr über die Welt von Tamriel erfahren möchten oder Ideen suchen, wie sie ihre Charaktere aufbauen sollen. Es gibt immer eine Aktivitätssteigerung, wenn neue Inhalte angekündigt werden und die Spieler damit beginnen, Theorien auszuarbeiten, worum es gehen könnte. ESO greift immer wieder gern auf alte Lore-Details zurück und setzt auf Referenzen außerhalb des Spiels, weshalb die Imperial Library immer ein guter Anknüpfungspunkt ist, um etwas nachzuschlagen. 

Gibt es irgendwelche einzigartigen Teile der Seite, die die #ESOFam als besonders nützlich empfinden könnte?

Unsere Seite ist einer der wenigen Orte online, an denen ihr den kompletten Text des kaiserlichen Tamriel-Almanachs lesen könnt und wo ihr andere Bücher finden könnt, die außerhalb von ESO erschienen sind, beispielsweise Naryus Tagebuch oder der Alinor-Kodex. Wir haben auch eine Sammlung an Zitaten und Interviews von Entwicklern, die euch mehr Einblicke in Hintergründe geben können. 

 

Gibt es irgendwelche großen Pläne für neue Besonderheiten oder Ergänzungen für die Seite?

Wir arbeiten im Hintergrund stets an weiteren Dingen, kündigen sie aber nicht an, solange sie nicht fertig sind. Benefactors aktuelles Projekt bestand aus dem Aufspüren und Dokumentieren von Entwicklerbeiträgen aus den frühen 2000ern. Lady N poliert noch eine Sammlung aller Dialoge und Texte aus allen Spielen auf, die direkt aus den jeweiligen Engines stammen. 

 

Was macht eurer Meinung nach die „Elder Scrolls“-Geschichten für Fans so einzigartig und interessant?

Das TES-Lore ist wundervoll weitläufig und gezielt vage gehalten. Wo andere Medien eine „Wort Gottes“-Stellung bei ihren Welten vertreten (Kanon/Legends bei Star Wars beispielsweise), geht es bei „Elder Scrolls“-Geschichten viel mehr um die Perspektive unzuverlässiger tamrielischer Erzähler. Und neben diesen über 25 Jahren Entwicklungsgeschichte in mehr als 4.000 Büchern in Spielen, zehntausenden Dialogzeilen und zusätzlichen Medien habt ihr euch eine Welt geschaffen, die Spielern nicht nur Interpretationen ermöglicht, sondern auch auf diesen aufbaut. 

Der vorherige Loremaster Lawrence Schick formulierte das schön: "[Ihr] braucht keine Bestätigung oder Überprüfung … um zum „Elder Scrolls“-Lore beizutragen. Solange ihr eure Hausaufgaben macht … und die Regeln der Subjektivität befolgt, ist alles, wofür ihr euch entscheidet, legitim und im „Elder Scrolls“-Verständnis der Mythohistorie, die Beiträge aus allen möglichen Blickwinkeln akzeptiert. Kanon ist ein Hirngespinst; wenn es bei „Elder Scrolls“ richtig wirkt, dann ist es richtig.“

Habt ihr irgendwelche Lesetipps für Spieler, die davorstehen, auf ihre Abenteuer zu „Tore von Oblivion“ aufzubrechen?

Wir empfehlen alles über die Langhauskaiser und ihre Verbindungen zu Mehrunes Dagon. Bei den Langhauskaisern wären Der gekrönte Drache und Mühsal und Triumphe eines Monarchen gute Ausgangspunkte. Für Dagon empfehlen wir Der Kampf gegen die Daedra: Dagons Kult und Das brennende Überbleibsel, Band I, um eine Idee davon zu bekommen, mit was für einem Gegenspieler ihr es zu tun haben werdet.

 

Wo können „Elder Scrolls“-Fans mehr über die Community der Imperial Library erfahren und ihr beitreten?

Die Imperial Library findet ihr unter https://www.imperial-library.info. Wir haben auch einen aktiven Discord, auf dem unsere Community gemeinsam das Lore besprechen kann, und wir sind auch bei Twitter und Facebook.  

 

Danke an unsere Freunde bei Imperial Library, dass sie sich die Zeit genommen haben, mit uns über ihr Werk zu sprechen. Falls ihr an „Elder Scrolls“-Lore interessiert seid, solltet ihr euch sie ansehen! Wie immer gilt: Wir suchen ständig nach von der Community erstellten Dingen rund um ESO. Also falls ihr etwas geschaffen oder euch etwas gefallen hat, das für den Rest der Community etwas sein könnte, dann lasst es uns wissen, über TwitterInstagram oder Facebook.

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